Spätburgunder

Der Spätburgunder, auch Pinot Noir, Pinot Nero oder Blauburgunder genannt, ist eine bedeutende und qualitativ sehr hochwertige Rebsorte für Rotwein. Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird.

Der Name „Pinot Noir“ ist von dem französischen Wort für Fichtenzapfen („pin“) hergeleitet, was jedoch lediglich mit der Form der Traube zusammenhängt.

Es handelt sich um eine eher schwierige Rebsorte. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes dünnhäutig und reagiert stark auf Klimaschwankungen (Hitze/Kälte). Ihre dünne Schale verlangt darüber hinaus eine sehr feinfühlige Bearbeitung, da sie sehr schnell reißt oder bricht und damit zu früh ihren Saft freisetzt. Nur Winzer, die über beste südseitige Hanglagen mit fruchtbaren, warmen, genügend kalkhaltigen Böden verfügen, sollten an die Auspflanzung dieser Sorte denken.

Die Alterung der Pinot-Noir-Weine ist nur schwer vorauszusagen, Spitzenweine sind jedoch sehr langlebig und entwickeln dann außerordentlich komplexe Aromen.

Aufgrund seiner geschmacklichen Qualität und seines feinen Duftes findet der Spätburgunder trotz des schwierigen Anbaus wieder zunehmend Beachtung. Die berühmtesten Weine kommen aber immer noch aus dem Burgund, wo er vermutlich schon von den Römern angebaut wurde. An der Côte d’Or im Herzen Burgunds ist er die einzige rote Rebsorte. Die Weine, die denen aus Burgund am ähnlichsten sind, wachsen in Baden. Heute werden viele farb-, tannin- und körperreiche, gehaltvolle Rotweine erzeugt, die sich mit den berühmtesten roten Burgundern Frankreichs messen können.

Synonyme: Pinot Noir, Pinot Negre, Pinot Nero, Blauburgunder, Salvagnin, Salvagnin Noir, Blauer Spätburgunder, Pinot Tinto, Kisburgundi Kék, Rounci, Burgundac Crni

Mutationen des Spätburgunders sind Frühburgunder, Pinot Liébault, Weißburgunder und Grauburgunder.

Weißherbst
Weißherbst bezeichnet nach deutschem Weinrecht ausschließlich Roséwein, welcher zu 100% aus einer roten Rebsorte gekeltert wurde. Die Weintrauben müssen zusätzlich aus einer Lage stammen. Es wird jedoch das selbe Verfahren wie bei der Herstellung von Weißwein angewendet. Dabei wird der Most vor der Gärung von den Trauben abgepresst, so dass sich die rote Färbung der Beeren nur als leichte Rosafärbung des Weines bemerkbar macht.

Meist werden diese Weine aus der Rebsorte Spätburgunder hergestellt. Am bekanntesten sind die Weißherbste aus Baden.